Daten, Daten, nichts als Daten. Was machen wir damit?

Die Summe der jährlich weltweit generierten Daten soll gemäss einer IDC-Studie von 33 Zettabyte auf 175 Zettabyte im Jahr 2025 steigen. Analog wächst auch der IP-Traffic. Gemäss einer Cisco-Studie nimmt der jährliche, weltweite IP-Traffic bis zum Jahr 2022 auf 4.8 Zettabyte zu. Da stellt sich natürlich die Frage, wie wir diese ungeheure Menge Daten nutzen wollen.

Für die Nutzung der Daten sind sowohl Big-Data-Analysen als auch traditionelle Datenanalysen von Bedeutung. Aus der Geschäftssicht erschliessen sich Möglichkeiten der Datennutzung durch ein modernes Business Intelligence, um operative und strategische Fragestellungen beantworten zu können. Grundlegend ist eine Beantwortung dieser Fragen auf Basis von Intuition und Erfahrung möglich. Weiterhin sind Menschen und Prozesse von hoher Bedeutung und spezifische Werkzeuge und Konzepte können genutzt werden. Letztendlich sind Daten und Analysen von zentraler Bedeutung. Im Idealfall kommen alle vier zuvor genannten Aspekte gemeinschaftlich zusammen, um beispielsweise strategische Fragen beantworten zu können. Speziell die Unterlegung von Intuition und Erfahrung mit konkreten, spezifischen Daten ist ein Mehrwert in diesem Bereich. Die Anwendung Business Intelligence unterstützt Entscheidungsträger dabei, Fragen zu beantworten und auch neue Fragen auf Basis von Analysen zu stellen. Wichtig ist, dass Ergebnisse immer kritisch hinterfragt werden. Denn das Denken sollte eine Hauptaufgabe des Menschen sein.

Business Intelligence ist kein neues Konzept. Es hat aber u.a. durch die enorme Datenerzeugung, -gewinnung, -verknüpfung sowie Datenanalyse in den letzten Jahren an Bedeutung im Organisationsalltag gewonnen. Einen Beitrag leisten hierbei auch “einfachere” Methoden, Instrumente bzw. Software der Datenanalyse und -visualisierung, wie bspw. PowerBI oder Tableau. Dies sowohl aus operativer als auch strategischer Sicht. Sie unterstützen die Entscheidungsfindung, bspw. durch Reports und interaktive Dashboards. Im Kern geht es dabei um Effektivität (“die richtigen Dinge tun”), wie beispielsweise. die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle oder die Anpassung bestehender Geschäftsmodelle. Es geht aber auch um Unterstützungen der Entscheidungen für Initiativen zu Steigerung der Effizienz (“die Dinge richtig tun”) und somit um eine Gestaltung sowie Optimierung einer Organisation, wie bspw. Marketing oder HR. Business Intelligence ist nicht mehr allein ein Tool für (IT-)Spezialisten. Es gewinnt immer mehr auch bei normalen FachanwenderInnen in allen Bereichen einer Organisation an Bedeutung.


Referenzen

[1] Reinsel, D., Gantz, J., Rydning, J.: “The Digitization of the World From Edge to Core”, 2018.

[2] Cisco Visual Networking Index: Forecast and Trends, White Paper, 2017–2022.


Fachkurs an der BFH Wirtschaft

Die BFH Wirtschaft bietet eine Weiterbildung in Management und datenbasierter Unternehmensführung an. Alle Informationen dazu finden Sie hier.


Connecta Bern 2019

Dieser Artikel entstand im Rahmen des Referats von Prof. Dr. Kim Oliver Tokarski an der Connecta Bern 2019 und ist zuerst bei der Schweizerischen Post erschienen.

AUTOR/AUTORIN: Kim Oliver Tokarski

Kim Oliver TokarskiProf. Dr. Kim Oliver Tokarski leitet die Weiterbildung der BFH Wirtschaft. Er ist Studienleiter des EMBA Digital Business und Dozent für Entrepreneurship und Unternehmensführung.

PDF erstellen

Ähnliche Beiträge

Es wurden leider keine ähnlichen Beiträge gefunden.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.