Beiträge

“Komm, sprich mit mir” – When Art meets Digitalisation

Der Berner Stadtpräsident als Hologramm? An der partizipativen Videoinstallation “Komm, sprich mit mir” des Künstlers Frantiček Klossners haben neben Alec von Graffenried rund 70 Personen mitgewirkt. Die Skulptur wird heute am Sommerfest der BFH Wirtschaft präsentiert. Sie beschäftigt sich auf spielerisch-philosophische Weise mit der Digitalisierung. 

Die BFH Wirtschaft feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und nutzt die Jubiläumsaktivitäten auch als Kommunikationsplattform. Als interne Massnahme lancierte das Departement ein partizipatives Projekt, das die Erwartungen und Wünsche an die Neupositionierung aufnimmt und sie in Form eines Kunstwerkes abbildet. Der international anerkannte Medienkünstler und Dozent an der Hochschule der Künste Bern, Frantiček Klossner konnte für das Projekt gewonnen werden. Sein künstlerisches Schaffen dreht sich um existenzielle Fragen. Das Menschenbild der Gegenwart steht im Fokus seiner Werke. Dialog und Partizipation sind zentrale Bestandteile seiner Kunst.

70 Stimmen über die digitale Zukunft

Ein Kunstprojekt als interne Kommunikationsmassnahme? Der anfänglichen Skepsis folgten Bereitschaft und Neugierde, den Anleitungen des Künstlers zu folgen. Alle Mitarbeitenden waren eingeladen, ihre persönlichen Erwartungen und Wünsche an die Zukunft der BFH Wirtschaft in einem Video-Statement abzugeben. Diese gefilmten Wortmeldungen sind Teil einer interaktiven Videoinstallation in Form einer skulpturalen sitzenden Figur, die im Eingangsbereich zur Aula einen festen Platz erhalten hat. Sie wartet darauf, angesprochen zu werden, um in unkonventioneller Weise eine Vielzahl von Antworten auf Fragen zur Zukunft der Bildung und dem Einfluss der Digitalisierung auf die Gesellschaft zu geben. Wie verändert die Digitalisierung unser Denken und Handeln? Was ist Bildung und wie entfaltet sie sich? Wie gestalten wir unsre Zukunft? Was erwarten wir von der BFH Wirtschaft?

Die interaktive Videoskulptur kann über ein Mikrofon “angesprochen” werden. Wer seine Stimme ins Spiel bringt, wird mit facettenreichen Antworten überrascht. Bei jedem Sprachappell beginnt die Skulptur erneut zu sprechen. Die gesamte Video-Library umfasst 77 verschiedene Statements. Die Videoaufnahmen entstanden mit Mitarbeitenden, Studierenden und Alumni der BFH Wirtschaft sowie prominenten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Wir begegnen u.a. dem Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, Christoph Ammann, dem Berner Stadtpräsidenten, Alec von Graffenried und Deutschlands bekanntester freier Philosophin und Bestsellerautorin Rebekka Reinhard. Mit ihren prägnanten Statements verleihen sie der Skulptur ihre Stimmen und der Zukunft viele inspirierte Gesichter.


Über das Projekt

Das Projekt entstand im Rahmen des Jubiläums “50 Jahre Departement Wirtschaft BFH” und zeigt den Weg des Departements in eine digitale Zukunft.

Partizipierende in alphabetischer Reihenfolge: Benjamin Adriaensen, Christoph Ammann (Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern), Daniela Ambühl, Rébecca Baumann, Herbert Binggeli (Rektor der Berner Fachhochschule), Nathalie Bourquenoud (Die Mobiliar), Manuel Fischer, Malika Garchi, Ruth Gilgen (externe Projektleitung 50 Jahre BFH-W), Alec von Graffenried (Stadtpräsident von Bern), Andrea Gurtner, Anja Habegger, Alexander Hunziker, Ingrid Kissling-Näf, Anna Knutti, Nino Müller, Alessia Neuroni, Claus Noppeney, Eric Postler, Alberto Rascon, Rebekka Reinhard (Philosophin), Simon Schneeberger, Lynn Scholtes, Carole Schwarzenbach, David Seav, Ilja Steiner, Claudia Vogel, David Wiedmer, Bruno Wymann.

Projektleitung: Daniela Ambühl, BFH Departement Wirtschaft

Künstlerisches Konzept und Umsetzung: Frantiček Klossner

Kamera: Tom Bernhard, Recycled TV AG für Film und Fernsehen

Postproduktion: Adrian Perez, Project Axel Foley GmbH

Software Engineering: Daniel Schwab, Substring GmbH

3D Modeling: Sven Zürcher, Peter Gaffuri AG

3D CNC Foam Carving: Thierry Ingold, Form AG


Über den Künstler

Frantiček Klossner lebt in Bern und befasst sich mit Videokunst, Installation, Performance, Fotokunst, Zeichnung und Visual Poetry. In seinem spartenübergreifenden Schaffen beschäftigt er sich mit existenziellen Fragen und fokussiert dabei auf das Menschenbild der Gegenwart. In Videoinstallationen wie “Komm, sprich mit mir” und performativen Skulpturen setzt Klossner den menschlichen Körper ein, um die Prozesse psychischer Individuation und sozialer Interdependenzen darzustellen. Er verhandelt in seinen ästhetischen poetischen Werken politische und gesellschaftliche Themen, wobei er das Publikum in einen direkten Dialog einbindet. Mehr Informationen zu seinem Schaffen finden Sie hier.

PDF erstellen

Ähnliche Beiträge

Es wurden leider keine ähnlichen Beiträge gefunden.