Smartes-Leben in der Stadt Teil 2: WAS IST SMART AN EINER WOHNUNG?

Eine Stadt ist Smart, wenn die Menschen zufrieden sind (zu Teil I). Wir meinen, Strassenbeleuchtungen können Teil einer Smart-City sein, aber smart sind sie alleine nicht. Eine Smart City fängt bei jedem einzelnen an. Dem Menschen, seinem Leben und seinem Zuhause. Wir haben eine klare Vorstellung und Vision darüber wie ein Smart-Home aussehen könnte und zwar speziell für ältere Menschen.

In einem Smart-Home soll das Leben einfach und schön sein. In der Wohnung wird geschlafen, gegessen, geliebt, gelesen, gesprochen, gespielt. Sind die Menschen jung und frisch reicht eine recht passive Wohnung. Sanitäre Einrichtungen, eine gut funktionierende Küche, eine Heizung, genügend Licht, einen gut gefüllten Kühlschrank reichen meist aus. Junge Menschen sind oft nicht zu Hause und nutzen die Wohnung vorwiegend zum Schlafen und Waschen. Dies ändert sich mit zunehmenden Alter. Die Menschen verbringen mehr Zeit in ihren Wohnungen. Die Kinder sind ausgezogen. Viele Menschen wohnen alleine. Vieles geht schwerer. Treppen werden länger. Aufstehen wird zur Last. Durchschlafen ist kaum mehr möglich. Für sich alleine zu kochen macht wenig Spass. Einkaufen und die Ware nach Hause zu transportieren ist beschwerlich.

Das Leben wird schwerer
Die Ernährung wird einseitig und die Medikamente werden vielseitig. Wind und Wetter nehmen zu. Die Sonne scheint weniger und wenn sie scheint, ist es zu heiss. Die Spaziergänge werden anstrengender und kürzer. Die Familie hat viele andere Verpflichtungen und weniger Zeit. Das Leben zieht sich zurück. Hier soll und kann die Smart-Wohnung helfen. Wie Steve Jobs mit dem iPhone bietet auch die Wohnung Raum für Neues, für Inspiration, für grossartige Erlebnisse, für Begeisterung für Zufriedenheit und Sicherheit. Ein Smart-Home soll das Leben einfacher und leichter machen. Sie soll die Menschen in ihr unterstützen. Gute Erlebnisse, ob alleine oder zusammen mit anderen Menschen. In einem Smart-Home gibt es keine Steuerrechnungen, es gibt kein Abfall zu entsorgen und die elektrische Energie wird behutsam genutzt. Das Klima ist immer gut. Unterhaltung kommt nicht nur aus dem Fernseher. Gegessen wird mit der Familie oder mit Freunden. Es wird gelacht und gespielt. Das Leben wird leichter. Das Leben und das Alter werden smart.

Die Pflanzen sind gesund und tragen zum guten Klima bei. Der Backofen bäckt den Kuchen. Die Bedienung ist einfach und automatisiert. Die Storen (Jalousien) öffnen sich am Morgen selbständig und lassen das Sonnenlicht in die gute Stube. Die Türen öffnen sich dem Postboten und anderen gebetenen Besuchern von selbst. Die aktuellen Nachrichten werden pünktlich vorgelesen. Die Heizung stellt von der kühlen Nachttemperatur zur wohlig warmen Tagestemperatur um. Vieles geschieht automatisch – wie Zauberei. Einladungen zu öffentlichen Veranstaltungen und privaten Anlässen werden auf einem Bildschirm übersichtlich dargestellt. Ein Druck auf den Bildschirm und die Teilnahme ist zugesagt und in der persönlichen Agenda eingetragen. Auf Wunsch wird die Anreise gleich mitgebucht und geplant. Möchte man mit anderen Menschen gemeinsam etwas unternehmen, reicht es diesen Wunsch am Bildschirm einzugeben. Organisation und Durchführung werden geplant. Ein Kartenspiel zu Hause oder ein Bowlingspiel in der Bar aus, Wünschen werden Aktivitäten. Gemeinsam einen Film anschauen – aus dauerfernsehen werden gemeinsame spannende Erlebnisse. Der lang gehegte Wunsch ein Musikinstrument spielen zu können – nie ist es zu spät! Gute Angebote von Unternehmen und Leuten gib es dazu in der smarten City genug. Die Smart-City bringt Leidenschaft und Können zusammen.

Das Leben ist schön und doch endlich
Beschwerden nehmen zu. Die Dusche in der Badewanne ist kaum mehr erklimmbar. Medizinische Leistungen und Pflege werden öfter beansprucht, oft auch zu Hause. Haushaltsarbeiten werden beschwerlich und vernachlässigt. Die Gefahr in der Wohnung zu verunfallen steigt. Stürze häufen sich. Ein Smart-Home soll Stürze verhindern und erkennen und bei Bedarf schnell Hilfe alarmieren.
In einer Smart-City gibt es Smarte Wohnungen und Menschen die füreinander da sind und denen das Leben in ihrer Stadt gefällt. Eine Smart City ist wie das iPhone von Steve Jobs: sie beinhaltet viel Gutes und vernetzt dieses miteinander und bringt alles in einer wunderbaren Verpackung zusammen.

Like Magic!
All dies ist möglich, aber es benötigt mehr als Technologie. Zuerst braucht es Visionen. Dann Anwendungen, welche die Akzeptanz und die Begeisterung steigern. Und es braucht Wille und die Fähigkeiten etwas Grossartiges zu machen.


Über die Autoren
Josh Levent und Peter Küng sind Partner von MUUTU AG.

Ein Bild der Autoren mit Gesichtsmerkmalen erkannt durch eine Künstliche Intelligenz. Links: Peter Kueng. Rechts: Josh Levent.

MUUTU ist ein Dienstleistungsunternehmen für digitale Technologien und – Anwendungen.

Die Autoren haben erkannt, dass viele elementare Bedürfnisse von Menschen nicht erfüllt werden, die Lösungen jedoch recht einfach realisierbar wären. Aktuell erarbeitet MUUTU smarte Lösungen für ältere Menschen und für Menschen mit starker Sehbehinderung.
Einige dieser Lösungen befinden sich bereits im Einsatz. Dazu gehört die Fernbedienung, welche es der Rollstuhlfahrerin ermöglicht die Lichter ein- und auszuschalten oder der Tablet Computer, der es ermöglicht mit Kindern und Enkeln zu kommunizieren oder eine Video-Freisprecheinrichtung für eine alleistehende Frau, welche Mühe hat das Telefon ans Ohr zu halten.

Anwendungen in der Testphase sind: ein Sensor am Bett, welcher Störungen von Herz- / Atem-Rhythmus und die Schlafqualität erkennen kann. Die Informationen können für eine Therapie oder als Empfehlung für medizinische Abklärungen dienlich sein. Ein automatisches Flurlicht, welches nachts den Weg zur Toilette sanft und sicher beleuchtet. Ein Backofen, welcher über Sprache gesteuert wird. Ein System, welches Fragen beantwortet und Musik abspielt und Bücher vorliest. Ein Lichtsystem, welches Aussentemperatur, Tages- und Essenszeiten signalisiert.

Die meisten solcher «Zutaten» sind heute erhältlich. Oft sind es jedoch «kaum geniessbare» Rohstoffe, welche erst zu einem schönen Ganzen zusammengefügt werden wollen.

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